BCO gewinnt Gold, Silber und Bronze bei den Deutschen Meisterschaften 2016!!!

Bei den diesjährigen Deutschen Einzelmeisterschaften in Bad Wildungen spielten unsere 3 Spieler Kristina Schagan, Dirk Kozianka und Andreas Roschkowsky groß auf und erspielten sich insgesamt 4 Einzelmedaillen in den 4 Disziplinen 14/1, 8-Ball, 9-Ball und 10-Ball.

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Allen voran spielte sich unsere Nationalspielerin Kristina in den Vordergrund. Mit zwei knappen Viertelfinalniederlagen startete sie in den Wettbewerben 14/1 und 8-Ball, zeigte sich aber anschließend von diesen unglücklichen Ergebnissen erholt und zeigte der gesamten weiblichen Konkurrenz, warum sie unbedingt wieder an den kommenden Europameisterschaften teilnehmen möchte.
Im 9-Ball Halbfinale wartete eine Revanche auf sie. Vivien Schade aus Hamburg besiegte Kristina im 8-Ball Viertelfinale denkbar knapp mit 7:6 bei vorheriger 6:4 Führung. Diesmal wollte sie sich nicht erneut die Butter vom Brot nehmen lassen und spielte höchstkonzentriert das Spiel vor zahlreichen Zuschauern zu Ende. Das Endergebnis lautete 8:5 für Kristina. Das Finale gegen ihre Kontrahentin Ina Kaplan verlor sie leider mit 5:8, freute sich aber jedoch auch sehr über die erreichte Silbermedaille.

Um nochmal eine Bewerbung für die nächste EM abzuliefern, wollte Kristina nochmal alles aus sich rausholen und zeigte erneut gutes Billard sowie unbedingte Willenskraft, auch hier nochmal eine Medaille gewinnen zu wollen. Letztendlich sollte es auch eine werden, nicht irgendeine sondern zum krönenden Abschluss die goldene! Sie spielte sich bis ins Finale gegen die frisch gebackene 8-Ball Meisterin Veronika Ivanovskaia vor und besiegte sie mit einem verdienten Endergebnis von 7:4.
Dies bedeutete „Deutsche Meisterin 2016 im 10-Ball“!!!

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Kristinas Kommentar:
„Nach den anfänglichen und teils unnötigen Viertelfinalniederlagen im 14/1 und 8-Ball wollte ich unbedingt in den beiden restlichen Disziplinen eine Medaille gewinnen. Da ich die letzte Europameisterschaft nicht mitspielen durfte, sollte es nach Möglichkeit noch mehr werden als nur irgendeine Medaille. Schlüsselspiel war hier das Viertelfinale im 9-Ball. Nicht nochmal knapp am Treppchen vorbei… Nachdem ich auch noch das Halbfinale gegen Vivien gewinnen konnte, war ich leider im Finale körperlich zu sehr geschafft, so dass meine Konzentration und Kondition nicht ausreichte, um Ina zu besiegen. Mit dem Gewinn der Silbermedaille wollte ich noch weiter nach vorne und mir zum Abschluss noch einen Titel mit nach Hause nehmen. Im Halbfinale gegen Beatrix Kustos konnte ich mich für die VF-Niederlage im 14/1 revanchieren und hatte beinahe nach einer 4:0 Führung das Spiel noch aus den Händen gegeben. Beim Stand von 4:5 nahm ich einen Time-Out und sagte mir: Jetzt spiel endlich mal wieder Billard und bis zum Ende konsequent und nicht so ängstlich… Nach dem Versenken der letzten 10 im Finale gegen Vero schossen Tränen der riesigen Freude und Erleichterung heraus sowie eine ganze Menge Stolz machte sich mit dem Erreichen meines zweiten Einzeltitels bei den Damen breit. Mit diesen tollen Ergebnissen bin ich unheimlich glücklich und hoffe natürlich, mich damit für die kommende Europameisterschaft beworben zu haben.“

 

Unser Neuzugang und Regionalligist Dirk Kozianka erspielte sich in der Disziplin 14/1 endlos ebenfalls eine Medaille. Nach schier 5 unendlichen Jahren ohne Éinzelmedaille musste Dirk sich lediglich in einem höchst umkämpften Halbfinale seinem Gegner Timo Hoffmann knapp mit 85:100 geschlagen geben. Leider konnte er nicht an die zuvor gezeigten tollen Leistungen anknüpfen und konnte sich nach einer kurzen Erholungszeit auch über Bronze freuen.
Im anschließenden 8-Ball Wettbewerb spielte Dirk ebenfalls sehr gut, verlor jedoch sein Achtelfinale gegen den Hamburger Mike Hartmann aufgrund zweier nicht erfolgreicher Anstöße mit 2:5.

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Dirks Statement:
„Ich fühlte mich von Anfang an sehr gut und kam hervorragend mit dem Material klar. Im Viertelfinale gegen den mehrfachen Deutschen Meister Ralf Wack wusste ich, dass ich permanent in der Lage bin, das Spiel mit einer hohen Serie nach Hause zu bringen. Zum Halbfinale finde ich lediglich nur ein Wort: Katastrophe… Ich wollte die ganze Zeit über zu viel, quälte mich durch schwierige Layouts und übersah hierbei sogar eine Foulsituation, bei der ich vergaß, die Weiße mit Ball in Hand zu verlegen. Insgesamt gesehen bin ich selbstverständlich mit der gewonnen Bronzemedaille sehr zufrieden, wobei ich am Verlauf des Halbfinals heute noch zu knabbern habe.“

 

Last but not least war noch unser Bundesligaspieler und ehemalige langjährige Kapitän Andreas im 14/1 Wettbewerb am Start. In seiner Paradedisziplin zeigte er in den letzten Jahren immer wieder seine Ausnahmestellung wie beispielswiese bei der letzten Europameisterschaft in Österreich, als er es dort schaffte, zwei Partien jeweils in der ersten Aufnahme mit einer 100er Serie auszuschießen, sich dort lediglich dem amtierenden Weltmeister Albin Ouschan im Achtelfinale geschlagen geben musste. Mit einem GD von 32,75 sprang dort „nur“ ein 9. Platz heraus.
Überraschend gab er kurz vor der diesjährigen DM bekannt, dass dies seine letzten Einzelmeisterschaften wären und er unbedingt nochmal eine Medaille gewinnen wollte. Als einziger Akteur  schaffte Roschi es, die Partie in einer einzigen Aufnahme mit einer erneuten 100er Serie auszuschießen. Nach teils umkämpften und sichtlich gequälten Zwischenrunden kam es im Halbfinale zu einer Revanche gegen Kevin Becker, der im letzten Jahr im Viertelfinale die Nase vorne hatte. Ein Schrei ging durch die Halle, als er als Sieger von der Platte ging. Im Finale wartete der in diesem Jahr beeindruckende Berliner Andre Lackner auf ihn. Unter direktem Einsatz der Shot-Clock konnte sich Lackner in einem starken Finale mit 125:64 in 5 Aufnahmen durchsetzen und sich seinen ersten Deutschen Meister Titel erspielen.

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Roschis Statement:
„Unmittelbar nach der Vergabe der Wild Cards entschloss ich mich dazu, dass diese Meisterschaften meine letzten Einzelmeisterschaften einer DM sein sollten. Dementsprechend war mein klares Ziel eine erneute Medaille in meiner Paradedisziplin. Unter dem Strich bin ich mit dem Gewinn der Silbermedaille höchstzufrieden, auch wenn man ein Finale selbstverständlich für sich entscheiden möchte. Andre kam von Anfang an mit der Shot-Clock besser zurecht und hatte die notwendigen glücklichen Situationen, in denen er in der Lage war, erfolgreich weiterzuspielen. Dies ist für einen Turniersieg bzw. dem Gewinn eines Titels notwendig und habe ich selbst diverse Male erlebt. Sein Sieg geht völlig in Ordnung und ich gratuliere ihm recht herzlich zum hervorragenden Abschneiden bei dieser DM und den vielen Turnieren in der Vergangenheit.“

Der Vorstand des BC Oberhausen gratuliert zu diesen herausragenden Erfolgen.

Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass die 1. Mannschaft am kommenden Wochenende zu den schweren Auswärtsspielen nach Dachau und Fürstenfeldbruck fahren und versuchen wird, in der Besetzung Lars Kuckherm, Klaudio Kerec, Andreas Roschkowsky und dem Dänen Kasper Kristofferson einige wertvolle Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Die Regionalligamannschaft spielt in den Räumlichkeiten des BCO in der Markstraße 7 in Oberhausen ihre ersten Heimspiele der Saison. Nach dem durchwachsenem Start mit 3 Punkten sollen an dem kommenden Wochenende möglichst viele Punkte zu Hause bleiben. Neben der Stammbesetzung Günter Geisen, Dirk Kozianka und Sven Sommer wird die frisch gebackene Deutsche Meisterin Kristina Schagan ihr Debüt in der Regionalliga geben. Die Spiele beginnen am Samstag, 19.11.2016 um 14:00 Uhr gegen den Gegner aus Düren sowie am Sonntag, 20.11.2016 um 11:00 Uhr gegen die 2. Mannschaft Neuwerk. Alle interessierten Zuschauer und Fans des Billardsports sind selbstverständlich bei freiem Eintritt  herzlich Willkommen.